Geo Defense Swarm
Nachdem ich in den letzten Tagen auf endoflevelboss.de lesen musste, wie furchtbar er doch Tower Defense fände, ist es für mich an der Zeit ein erstes Review zu schreiben.
Aus den Tiefen meines iPod Touch will ich GeoDefense Swarm von Critical Thought Games ausgraben.
Es handelt sich dabei, wie einige jetzt vielleicht schon vermuten würden, um ein Tower Defense. Und ehrlich gesagt muss ich es auch nicht ausgraben, da ich fast jeden Tag an den Levels, die ich noch nicht geschafft hab, rumprobier.
Doch lasst uns beim äußren Erscheinungsbild des Testkandidaten beginnen:
Beim Starten eines Levels leuchtet in dezentem Dunkelgrün das aus Sechsecken aufgebaute Spielfeld entgegen. Das war es dann aber auch schon mit dezent. Der Rest ist ziemlich grell und ziemlich abstrakt. Es gibt keine Models von Aliens oder Monstern, wie man sie in einem Tower Defense vielleicht erwarten würde, sondern nur abstrakte Formen. Von Kreisen bis zu den Sternen ist alles vertreten, und all dies in den herrlichsten Farben. Beim Platzen der Creeps erzeugen diese dann zur Krönung des Ganzen noch eine Druckwelle aus bunten Punkten.
Das sieht alles schon wirklich, wirklich fein aus. Flüssig laufen tut es auch. Wie es auf älteren Geräten aussieht weiß ich aber leider nicht.
Ein kleiner grafischer Kritikpunkt ist lediglich, dass das Spielgeschehen in der Masse von herumwirbelnden Punkte , Projektilen, Creeps und Towern, doch manchmal ein wenig aus dem Blickfeld geraten kann. Vorzugsweise dann, wenn es ungeschickt ist, weil man sich auf die letzten Upgrades zu den letzten 2 Wellen konzentrieren will. Kommt aber nur in einigen wenigen Levels vor.
Auf Hintergrundmusik wurde verzichtet, die Soundeffekte passen aber wunderbar ins Setting.
Alles in allem sehr stimmungsvoll und eine willkommene Abwechslung zu alldem, das ich sonst so als Tower Defense gespielt hab.
Nun aber fix zu den inneren Werten.
GD Swarm ist ein offenes TD, das heißt es gibt keine festen Pfade, die von den Creeps abgelaufen werden, sondern ihr werdet in jedem Level ein oder mehrere grüne und rote Felder finden. Die Creeps laufen dann den kürzesten Weg von Grün nach Rot und sollten dort nach Möglichkeit nie ankommen. Sollten sie es doch tun, wird euch pro Creep, der durch kommt, ein Leben abgezogen. Sind alle Leben weg, verliert man. Ich zumindest gewinne aber ganz gern.
Um das zu bewerkstelligen, stehen euch 6 Tower zur Verfügung. 5 davon könnt ihr selber bauen, der 6. ist in manchen Levels statisch vorhanden. Vom normalen Kanonenturm, über Verlangsamungstürme bis hin zu sogenannten Thumpern, die die Viecher um sie herum beschädigen, ist alles vorhanden, was das Türmeherz begehren könnte. Alle dieser Tower sind dazu noch in 7 Stufen upgradebar.
Lediglich mangelndes Zahlungsmittel oder die Beschränkung, dass manche Level nur bestimmte Türme zulassen, stehen eurer Baulust im Weg.
Das Spiel enthält 30 Level in 3 verschiedenen Schwierigkeitsgraden, die mit einer sehr angenehmen Lernkurve versehen sind. Spätestens beim 6. Level von Mittel werden die Dinger aber sauschwer.
Verschiedenste Arten von Creeps, gemischt mit verschiedenen Feldern, auf denen sich die Viecher heilen oder ihr nicht bauen dürft, halten stets Überraschungen bereit, so dass es sicher nicht langweilig wird.
Genau das ist der Punkt, der GD Swarm so genial macht. Das krasse Tüfteln der späteren Levels. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich es schaffen kann, wenn ich es nur nochmal probieren würde. Und nochmal, und nochmal, und….
Wenn ihr dann ein Level bezwungen habt, könnt ihr euren Score Online in Open Feint Leaderboards eintragen.
Ihr bekommt nämlich mehr Punkte, wenn ihr die Viecher näher am Ausgang tötet. Leider steigt dadurch natürlich auch das Risiko, dass sie durchkommen.
Letztlich lässt sich sagen, dass das Spiel einen Pflichtkauf darstellt, wenn man nur irgendwie was mit Tower Defenses anfangen kann, oder ihnen zumindest (nochmal) eine Chance geben will.
Prädikat: Mitspieln!
Hier der Appstorelink: GD Swarm
