Geocaching
Lange war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, die digitale Begeisterung für allerlei unnützen Kram mit ein bisschen Sport zu verbinden. Man erzählt sich schließlich, dass hin und wieder ein bisschen Bewegung, den alternden Körper ganz gut in Schuss halten soll und sich so der unvermeidlich einsetzende Zerfall ein wenig nach hinten verschieben lässt. Die erhöhte Sauerstoffzufuhr außerhalb des Kellergewölbes soll ebenfalls ihren Teil zum Jungbrunneneffekt für meinen Adoniskörper beitragen. Bewegung muss also her, am besten mit Spielkram aus der Elektronikabteilung.
Es scheint nun so, als hätte ich für mich jetzt tatsächlich einen goldenen Mittelweg zu mehr Bewegung mit digitalem Spielkram gefunden: Geocaching. Im Prinzip Schnitzeljagd mit GPS, aber vermutlich kennt das eh jeder da draußen.
Mir selber war auch relativ lange klar, dass es das gibt, und dass das vermutlich eine Menge Spaß macht, aber so richtig aufraffen konnte ich mich nie. Geändert hat sich das dann, als ich in den letzten paar Wochen mit einigen der Sommerlagerkiddies losgezogen bin um ein paar Dosen zu heben. Was soll ich sagen? Die Faszination hat mich gepackt. Irgendwie macht es eine Menge Spaß irgendwo zu ein paar Koordinaten zu schlappen und dort im einfachsten Fall eine kleine Dose mit einem Zettel darin zu suchen, meinen Namen reinzukritzeln und weiterzuziehen.
Die wahre Herausforderung liegt allerdings momentan in Multicaches, bei denen erst eine gewisse Anzahl an Stationen annavigiert werden muss, um dann mit meiner unvergleichlichen Kombinationsgabe die Koordination für den finalen Ort des Schatzes zu errechnen, dort wieder hinzulaufen und mich auf ewig in das große Buch des Wissens zu schreiben. Found + 1.
Wenn eingeweihte an diesem Punkt nun einhaken wollen, zur Kommentarfunktion greifen und mir mitteilen, dass die “echte” Herausforderung erst noch auf mich wartet, wenn ich dann in T5 Caches durch Höhlen Krieche und unter Brücken herumklettere, so möchte ich loswerden, dass mir für den Moment auch das Gefühl nach einem Kombinationsfehler kilometerlang falsch durch den Wald zu marschieren den nötigen Adrenalinstoß versetzt, und ich mich vielleicht irgendwann, wenn meine Lust auf Selbstgeißelung ins unermässliche gestiegen ist, auch mal an höhere Terrainwertungen wage. Ersteinmal klein anfangen.
Das spaßige an der Sache ist, dass man, nachdem man sich den Cache der Wahl auf Geocaching.com ausgeguckt hat, und dessen Koordinaten in meist ausgedruckter Form vor einem liegen, sich mit verschiedensten Mitteln behelfen kann diesen nun zu finden. Für den schnellen Cache vor der Haustüre benutze ich momentan das iPhone, das dank überteuerter Geocaching-App zwar relativ gut zu bedienen ist und auch aus Gesichtspunkten der Genauigkeit des GPS mich momentan immer wieder erstaunt hat, aber durch einen seltsamen Mix aus Englisch und Deutsch und einigen fehlenden Funktionen einem doch manchmal sehr zuverlässig den Nerv raubt.
Glücklicherweise lag da noch ein Garmin 60CSx bei uns zu Hause rum (zum Glück sind die andern Familienmitglieder outdoorverrückt), das dank perfektem Safariplugin direkt mit den Koordinaten bestückt werden kann. Dann noch den Zettel in die Hand und los gehts.
Solltet ihr auch mal probieren.
Sommerloch
Es ist schon wieder so still hier, ich weiß. Aber ich bin wirklich kurzfristig nochmal eine Woche im Sommerlager gelandet und habe schonwieder viele, viele Kinder zu betreuen. Deshalb ist alles, was ich Abends noch hinbekomme, total müde ins Bett zu fallen.
Sobald ich wieder mehr Zeit habe, wird hier auch wieder mehr Text über den Blog rattern. Bis dahin, genießt den Sommer.
Torchlight 2
Gerade ist Gamescom. Punkt. Irgendwie ist mir das bis gerade eben gar nicht so recht klar gewesen, und irgendwie rauscht auch die ganze Information, die wie fetter Honig aus meinem Feedreader tropft ziemlich ungesehen an mir vorbei.
Hin und wieder allerdings, ist ein Tropfen dabei, der mich dann doch aufhorchen lässt. Diablo 3 anspielen zum Beispiel. Würde ich gerne tun, bin allerdings nicht auf der Gamescom, tja, schade. Wo wir aber gerade bei munterem Monstermetzeln sind, da ist auch Torchlight nicht weit. Torchlight… ahhh Torchlight ist toll. Ich mein, es läuft auf dem Mac, das ist schonmal eine feine Sache, und dazu ist es der beste Diabloklon, den ich je gespielt habe. Diabloklone, so hatte ich den Eindruck, sind vor langer Zeit einmal wie Pilze aus dem Boden geschossen und werden das auch irgendwann wieder tun, aber so richtig konnte nichts das Gefühl einfangen, das mich doch immerwieder an die Maus gefesselt hat. Torchlight hats hinbekommen. Einzig allein ein Multiplayer hat zum endgültig glückseligen Lächeln auf den Spielerlippen gefehlt, und ratet was, ja genau, dieser kommt jetzt: Torchlight 2 rollt an. Super!
Ansonsten kämpfe ich gerade immernoch mit mir, ob ich weiter versuche irgendwie diese verdammten Marodeure irgendwie wegzubekommen, ich habe jetzt immerhin festgestellt, dass Roaches mal gar nicht funktionieren, oder ob ich endlich mal einen Bericht aus den Fingern sauge, wie ich Starcraft 2 so im großen und ganzen eigentlich finde. Wir werden sehen.
Ein Lebenszeichen
Nach 2 Wochen Ferienlager geh ich am Stock. Ich bin absolut fertig, aber ich lebe und es war wieder einmal eine verdammt geile Zeit.
Da will man fast ein “verdammte Axt, ist das geil” heraus schreien, lässt es dann aber zuliebe der sowieso schon mitgenommenen Stimmbänder doch bleiben. Das Alter schlägt eben erbarmungslos zu. Wo man früher noch die Nächte durchgemacht hat, machen sich nun Rheuma und Arthritis breit, der graue Star und die grüne Elster verschleiern zunehmend die Sicht und überhaupt fühlt man sich viel schwächer.
Das Problem daran ist, dass 10 jährige Kinder einfach 10 jährige Kinder sind, die auf das Ruhebedürfnis meinerseits leider nur einen ziemlichen Dreck geben. Deshalb ist jetzt erstmal entspannen angesagt, dann gibts auch hier wieder Lesestoff.
Ich bin dann mal pennen.
