Frühjahrsputz bei Blizzard
Blizzard bereinigt mal wieder seine Battle.net Server und wirft dabei 320.000 Spieler aus dem Netzen von Warcraft 3 und Diablo 2.
Das offizielle Statement im Forum:
“We’ve recently banned over 320,000 Warcraft III and Diablo II accounts that were found to be violating the Battle.net Terms of Use. If this is a first offense, the CD key associated with the banned account will be suspended for 30 days, while repeat offenders will see their keys banned permanently. All account ban decisions are final.”
Interessant ist dabei der Vergleich, den Joystiq zu dieser enormen Zahl anstellt: In Island leben nur circa 318.000 Menschen. Krass.
Ich bin immer wieder froh, dass Blizzard hin und wieder mal sauber macht. Vor allem bei derart alten Spielen, wie Diablo 2, ist ein Support in dieser Form doch wirklich toll.
Steam auf Mac
Gestern ist zu Steam auf dem Mac ein Video geleakt, das ich ohne viel zu kommentieren hier einfach mal verlinken will. Gibt sowieso keine unerwarteten Dinge, ist halt Steam auf dem Mac.
Starcraft 2 Leveleditor und Mac Beta
Ich leide mit jeder News, die Blizzard zu Starcraft 2 unter die Menschen bringt, ein kleines bisschen mehr. Durch meine Reise war ich ja in der doofen Lage, nicht einmal die Chance auf eine Beta Teilnahme zu haben. Sicher, niemand kann sagen, ob ein Key in meinem Postfach gelandet wäre, aber ich hatte immerhin damals, bei der Wrath of the Lichking Beta, schon einen bekommen. Dieses Mal hatte ich nicht einmal die Chance. Bitter.
Jetzt spielen also schon seit geraumer Zeit einige auserwählte Spieler, und ihre Freunde, die Starcraft 2 Beta und sind, wie ich aus einigen Youtube Videos einfach mal schlussfolgere, auch ziemlich happy dabei. Mal abgesehen von den potentiellen Testern, die einen Apfel auf dem Spielegerät ihrer Wahl am leuchten haben. Die sind bisher leider noch nicht in den Genuss eines Betaclients gekommen und auch ich wäre Teil dieser Gruppe gewesen. (Naja, Bootcamp zählt jetzt mal nicht…)
Das soll sich nun aber ändern. Nachdem Blizzard in naher Zukunft den Leveleditor zu Starcraft 2 releasen will, soll dann auch ziemlich schnell der Mac-Client folgen. Es ist wirklich ein Jammer, dass ich keinen Key habe.
Aber auch der Leveleditor verspricht einiges. Blizzard hat in einigen Videos schon recht eindrucksvoll gezeigt, was drin sein wird an Modifikationen. Und das ist wirklich viel. Man kann so ziemlich alles bearbeiten und verändern, was Starcraft so zu bieten hat. Ich bin gespannt, was da so rausfallen wird. DotA und Towerdefenses haben doch einen ganz eigenen Reiz.
Splinter Cell Marketingstunt gone wrong
Ich halte nicht viel von Werbung, aber wenn sie dann mal so derbe in die Hose geht, wie hier in Neuseeland geschehen, dann kann sie mir doch immerhin ein kleines Schmunzeln entlocken.
Was passiert ist? Um Splinter Cell Conviction etwas mehr Aufmerksamkeit zu Teil werden zu lassen, ist irgendein Marketingtyp auf die wunderbare Idee gekommen, dass man doch mal mit einer Waffe in eine Bar gehen kann und dort mit genau dieser Pistole ein wenig herumfuchteln. Bringt sicher die ein oder andere verkaufte Schachtel Kopierschutzdrama Splinter Cell Conviction mehr.
Die Besitzer der Bar fanden das ganze dann auch so lustig wie der Werbefachmann und sind vor Freude direkt unter die Tische gesprungen. Mit dem Handy in der Hand, weil von so einer tollen Aktion sollte die Polizei auch gleich erfahren. Die kam dann auch und hat dem Treiben ein Ende bereitet. Der wertvolle Kommentar des Polizeimenschen:
“We consider these types of stunts to be very ill-advised and have real concerns a similar one may one day end in tragedy.”
Ja, wenn die Polizei dann mit Sondereinsatztruppen den betreffenden Martketingmenschen beseitigt ruhig stellt wird das wohl zutreffen. Eigentlich schade, dass ich nicht da war, wo ich doch gerade im Land bin.
Nachtrag: Hier noch der Zeitungsartikel aus dem NZ Herald
Ruhige Tage mit Bird Strike und Sword of Fargoal
Wir sind es los, das Auto. Nach ewigem stehen auf dem Gebrauchtwagenmarkt hier sind wir es endlich losgeworden. Ich bin mir auch absolut bewusst, dass das mit Spielen mal so gar nichts zu tun hat, aber das ist immernoch mein Blog hier und ich habe die Entscheidung getroffen, ihn doch mit ein wenig mehr Leben zu bereichern. Mehr Geschichten von mir also, und ob das nun gut oder schlecht ist, wird sich zeigen.
Wie auch immer, der Verkauf des treuen Begleiters der letzten 7 Monate Backpackerdasein hier am anderen Ende der Welt hat quasi die Endphase eingeleitet. Operation: Heimkehr sozusagen. Das letzte bisschen Freiheit und Backpackerleben verkauft. Gut so, weil das hier gerade jeder tut und ich deswegen ziemlich froh bin, dass die Karre weg ist.
Jetzt hat so eine Endphase ihre Vorteile, wie zum Beispiel die Vorfreude endlich vom eigenen Macbook zu bloggen und das 5-saitige Sandberg Monstrum wieder in die Hand zu nehmen, aber eben auch ein paar negative Aspekte. Im Zuge des Blogs hier ist das vor allem die Versorgung mit Bits und Bytes aus der weiten Welt des Netzes. Damit sieht es hier in Auckland nicht ganz so verlockend aus.
Somit spiele ich zwar, kann aber nicht wirklich gut davon berichten und auch andere News und Neuigkeiten werden vermutlich mit ein wenig Zeitverschiebung versehen hier auf den Tisch kommen. Und damit sind wir bei mir. Ich habe immernoch nur den iPod am Start, doch der hat in den letzten Tagen, dank einiger Aktionen im Appstore, 2 neue Spiele auf die interne Platte geschoben bekommen: Bird Strike und heute ganz frisch Sword of Fargoal. Wenn ihr ganz schnell seid, dann gibt es Sword of Fargoal noch kostenlos im Appstore zu ergattern. Den Link kann ich leider gerade nicht liefern, ich bin schon froh, dass ich hier am PC den Firefox aufbekommen habe, da sind Links ein wenig viel.
Bird Strike habe ich im Gegensatz zu Sword of Fargoal schon seit ein paar Tagen im Einsatz. Das Ding ist relativ simpel. Man feuer einen kleinen Vogel mittels einer Schleuder in die Luft, um dann dort mit Hilfe von Feuerwerksraketen immer weiter und weiter in Richtung Weltall zu steigen. Auf dem Weg dahin sammelt man allerhand Dinge ein und versucht Hindernissen so gut es geht auszuweichen. Ob angekommen burzelt einen dann ein Ufo weg. Auf dem Weg zum Boden kann man dann die Hindernisse weg kloppen. Gibt alles Punkte, hat eine super OpenFeint Integration und macht Freude. Auch hier kann ich gerade keinen Link bieten. Sorry.
Ich werde jetzt also noch ein paar Tage hier in Neuseeland entspannt in Auckland chillen und so gut es geht den Blog hier betippen.
Lego Harry Potter Behind the Scenes Video
Wer schon immer mal wissen wollte, wie es bei Lego Harry Potter hinter den Szenen aussieht, der kann sich das in folgendem Video anschauen:
Ach, Lego… Wieviel Zeit ich wohl darin versenkt habe. Da sieht jedes /played in WoW wohl alt dagegen aus. Das MMO der Kindheit sozusagen. Vielleicht haben deshalb die ganzen Legoumsetzungen einen gewissen Charme.
Bezahlmount in World of Warcraft
Blizzard scheint gerade den Stein der Weisen entdeckt zu haben. Ihr erinnert euch? Kupfer zu Gold? Bits zu Gold?
In World of Warcraft gibt es im Shop neuerdings nicht nur niedlich anzusehende, aber für das Spiel absolut nutzlose, kleine Krabbelviecher zu kaufen, sondern auch ein direkt aus der Milchstraße abgezapftes Reittier. So ein kleiner Begleiter kostet dort 10 echte Geldeinheiten, das Sternenross schlägt mit extrem hohen 20 Euro zu Buche. 20 Euro um ein bisschen auf Sternen rumzufliegen? Dafür bekomm ich sonst ein ganzes Spiel, werden sich einige von euch denken und bisher war ich der Meinung, dass auch ein Großteil der WoW Community dieser Meinung sei.
Gott, bin ich falsch gelegen. Das Sternenviech hat Unsinn zu Gold gemacht. Teilweise war die Warteschlange (!) mehrere Zehntausend groß. Wie bekloppt ist es auf ein paar Megabyte viele Stunden zu warten? Wie dämlich ist es für ein Mount 20 Euro rauszuwerfen.
Vorsichtig geschätzt hat das Ding heute 1,5 bis 3 Millionen (!!!) Dollar in die Kassen geworfen. Wo waren die ganzen Forenflenner, die so total gegen den ganzen Content sind, der im Spiel irgendeinen Sinn hat und für Echtgeld gekauft werden muss. Haben vermutlich gerade den Realm gewechselt, die Rasse neu angepasst und sich umbenannt. Da waren die 20 Euro dann auch egal.
Nur bitte dann nicht wieder heulen, wenn mal echte Items im Store stehen. Ich hoffe, dass es nie soweit kommt, aber bei dem finanziellen Erfolg solchen Unfugs bin ich mir leider nicht wirklich sicher. Schade, weil ich erspiel mir meine Sachen eigentlich ganz gerne. Heißt ja auch ComputerSPIEL. Bin wohl veraltet.
Starcraft Wettskandale
Schon wieder Südkorea heute. Langweilig? Nein, denn heute geht es um ein ganz anderes Thema. Skandal quasi. In Starcraftspielen sollen Manipulationen stattgefunden haben um bei Spielewetten zu betrügen.
Um zu verstehen, warum es überhaupt so etwas, wie einen Wettskandal bei Computerspielen geben kann, muss man sich klar darüber werden, dass in Südkorea Starcraft im Nationalfernsehen übertragen wird. Das volle Programm, mit irren Fans und umjubelten Stars. Der ganz normale Fußballwahnsinn, an den man sich hierzulande schon lange gewöhnt hat. Und irgendwie ist das auch der Grund, warum mich die News nicht schockt, sondern eher ein wenig erleichtert.
Hierzulande ist der E-Sport noch in den Kinderschuhen, wenn er die überhaupt schon angezogen hat. Er wird belächelt und als realitätsfremd an den Rand der Gesellschaft geschoben und nur hier und da mal hervorgezogen, wenn man gerade nach einem Schuldigen sucht. Dazu eignet sich E-Sport in Deutschland wunderbar, den Schuldigen spielen, das kann er. Dann kann man großspurig Turniere verbieten und vor der Presse verkünden, wie toll man doch die Jugend schützt. Dass bei Fußballspielen irre Hooligans aufeinander einprügeln wird da einfach mal vergessen. Man kann ja Fußball nicht verbieten.
Nun neigen aber viele Spieler dann auch dazu, zu idealisieren, den eigenen, von allen belächelten Sport ins helle Licht der Unschuld rücken. Und das geht mir genauso gegen den Strich, wie die dauernde Verdammung meiner Freizeitbeschäftigung.
Was das nun alles mit dem Wettskandal zu tun hat? Ganz einfach: Computerspieler sind die gleichen egozentrischen, geldgeilen und gewissenlosen Kreaturen, wie wir sie als Politiker und Leistungssportler, Manager und Arbeitnehmer schon lange in unserer Gesellschaft akzeptieren. Ich will die Welt nicht verbessern, ich will nur für etwas Akzeptanz werben. Akzeptanz auf der Seite der Öffentlichkeit, und Offenheit auf Seiten der Spieler, dass auch hier einiges schief läuft. Geld wird unterschlagen und ergaunert, ob in der virtuellen oder echten Welt spielt keine Rolle und wenn jeder seinen Sport oder seine Freizeitbeschäftigung als das sehen würde, was sie eigentlich sein sollte, ein wenig Spaß und Zerstreuung nämlich, dann wären wir dem Weltfrieden vielleicht schon einen kleinen Schritt näher.
Ich werde Menschen, die auf Sport oder Spiele wetten, oder damit Millionen scheffeln einfach nie verstehen. Ich spiele, weil es mir Spaß macht. Fußball oder einen Shooter ist doch beides ganz nett, solange man es nicht übertreibt. Ist das so abwegig?



