Nichts als iPod Spiele

So langsam setzt er ein, der Spieleentzug. Seit nunmehr bald 7 Monaten halte ich mich am andern Ende der Welt auf, und bei mir ist nichts als ein kleines, schwarzes Ding mit kleinem Bildschirm und Home-Button drunter. Kein PC, kein Macbook Pro, nicht einmal ein Netbook oder so.

Keine Alternativen zum Handheldgaming also. Im Prinzip gar nicht schlimm. Es ist ja nicht so, dass man hier nichts anschauen kann. Im Gegenteil, die Landschaft und Umgebung hier ist wahrlich umwerfend, aber trotzdem, als Spieler vermisst man irgendwann etwas. Dieses Jucken in den Fingern, wenn man die Macbooks der anderen Reisenden sieht, das Kitzeln in den Fingerkuppen, das wird immer schlimmer. Dann kommen die Fragen auf nach dem Warum. Warum habe ich mein favorisiertes Spielemedium nochmal daheim gelassen? Richtig. Die Diebstahlgefahr. Und die Angst vor der Vernichtung des geliebten Aluspielzeugs in 8 Monaten Reise. Salzwasser und Sand, der Tod jeder Technik, und dem Sand entkommt man hier nie.

Nun ergab sich aber aus dem Fehlen meines Macbooks auch die Tatsache, dass ich eben auch im Blog nicht wirklich viel schreiben konnte, was so meine eigene Spielerfahrung anging. Viele tolle Spiele sind einfach an mir vorbei gezogen und warten nun darauf in einigen Wochen ins Laufwerk geschoben zu werden. Ich freue mich auf Batman, Modern Warfare 2, und was es sonst noch so gab. Vermutlich werde ich gar nicht alles aufholen, da mit Starcraft 2 schon ein weiterer Kracher seiner Geburt entgegen sieht. Bis dahin werde ich mich allerdings noch mit den letzten Levels Soosiz herumschlagen, Liberty City unsicher machen und einigen zwielichtigen Gestalten im Hinterhof den Zugang zu Braaaainzzzz verwehren.

Denn so sieht sie aus, die Spielewelt, in der ich mich im Moment bewege. Brainz, Autos und kleine Kerlchen, die freundesammelnd herumspringen. Dazwischen noch ein bisschen Towerdefense und Existenzaufbau in Catan neben anderen Kleinigkeiten. Im Prinzip war es das aber.

Ich will gar nicht herumheulen, denn es ist super hier am andern (oder dem richtigen – kommt ganz auf die Sichtweise an) Ende der Welt. Nur ein kleines Statement, warum bisher so wenig zu mir, und meiner Sicht der Spielewelt geschrieben wurde, sollte das werden. Ein kleiner Ausblick, dass sich das in knapp 8 Wochen wandeln wird. Mehr eigentlich nicht. Denn die letzte Etappe meiner Reise steht nun bald an. Das letzte mal richtig losziehen, bevor es dann in Richtung Heimat gehen wird. Nochmal richtig was anschauen. Vulkane sehen. Schwefelseen.

Aber noch nicht. Ein paar Tage bleiben noch. Und auch dann werde ich bloggen. So gut es eben gehen wird, so gut es die Bildschirmtastatur eben hergeben wird. Und so oft ich Internet haben werde. Ich freu mich darauf.

Jetzt werde ich aber erstmal ein paar Federviechern mit ihrer Schweineplage helfen. Aber dazu ein anderes mal mehr.


Ähnliche Beiträge:

  1. Mein iPod Speicherleid
  2. Ruhige Tage mit Bird Strike und Sword of Fargoal
  3. (News) Modern Warfare 2 setzt Milliarde um, Spiele auf Datenträgern, Ich auf Reisen

Kommentare