Spielestreaming

Spielestreaming gedanken

Nachdem man jetzt Video und Audio relativ problemlos per Streaming durch das Netz jagen kann, wartet ab Sommer diesen Jahres ein weiterer Evolutionsschritt in Sachen Internet auf uns. Spielestreaming.

Die Flut an Tablets und anderen Devices, die eigentlich nur noch mobil und nicht mehr wirklich leistungsstark sind, ist sicherlich ein Grund, warum Services wie OnLive geboren werden. Klingt an sich auch wirklich gut. Internet an und loszocken. Keine Sorgen machen wegen Rechenpower und Grafikkarte, kein Problem mit Treibern und sonstigem Kram, einfach loszocken. Spielen 2.0 sozusagen. Spielen in der Wolke.

OnLive ist in den USA schon einige Zeit in der Betaphase und wird am 17. Juni auf der E3 in Los Angeles final das Licht der Welt erblicken.

Der Dienst wird sich das Abo mit monatlich knapp $15 bezahlen lassen, in denen das eigentliche Spiel noch nicht enthalten ist. An Spielen sollen zum Launch unter anderem Assassin’s Creed 2, Metro 2033 und Prince of Persia: The Forgotten Sands am Start sein.

Spielestreaming gedanken

Doch OnLive ist nicht alleine im Streamingmarkt. Gaikai hat sich als Konkurrent angemeldet. Und Gaikai hat einen unglaublichen Vorteil, es wird nichts kosten. Bei Joystiq.com hat das Team von Gaikai auf der GDC verlauten lassen, dass der Dienst kostenlos mit 300 Servern online gehen will. Das sind einige mehr als OnLive zu bieten haben wird, und eine nahe Serveranbindung ist der heilige Gral in Sachen Spielestreaming, weil nur dadurch die Latenz als Feind aller Spieler vermieden werden kann. Zudem will Gaikai Twitter direkt an die Spiele anbinden, so dass man in einem Multiplayerspiel direkt durch den Tweet in das Spiel einsteigen kann.

Gaikai sieht sich auch als Demolieferant. So soll zum Beispiel bei Amazon auf der Spieleseite sich ein Browserfenster auftun, in dem dann das Spiel mit einem vom Publisher gegebenen Zeitlimit getestet werden kann. Nach dieser Testphase soll man dann die Wahl haben, ob man weiter streamen will oder sich lieber das Spiel auf Scheibe nach Hause liefern lassen will.

Ein Launchdatum allerdings steht noch aus.

Beide Dienste haben, sofern die Latenz in den Griff bekommen wird, auf jeden Fall das Potential das Spielebusiness wie wir es kennen ordentlich durcheinander zu werfen. Zudem gibt es ja einige Spiele, bei denen ein bisschen mehr Latenz nicht wirklich ins Gewicht fallen wird.

Vorerst werden aber sowieso nur Spieler aus den Staaten in den Genuss kommen die Dienste zu testen. Ein weltweiter Start ist noch nicht bekannt gegeben worden.


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