Heribert Rech Interview zu Killerspielen

Ich habe mit gemischten Gefühlen ein Interview von Heribert Rech mit der dpa gelesen. Herr Rech ist Innenminister Baden-Württembergs und vertritt in Bezug auf Computerspiele eine leider sehr kurzgefasste Meinung. Mir stellten sich einige Fragen, und da ich selber auch aus BW komme, dachte ich, dass ich die Gelegenheit mal nutze und Herrn Reich direkt um eine Stellungnahme bitte. Ich habe ihn mit folgender Anfrage direkt angeschrieben und warte nun auf Antwort. Ich bin gespannt.

Sehr geehrter Herr Rech,

mit viel Interesse habe ich ihr Interview mit der dpa gelesen, doch leider hat es einige Fragen aufgeworfen. Nun bin ich sicher nicht der einzige, der sich diese Fragen stellt und darum will ich, im Rahmen meines Blogs Mitspieln.de, diese Fragen direkt an Sie richten.

Sie wurden auf die Waffengesetze angesprochen, genauer auf ihre Verschärfung. Ebenfalls waren die so genannten “Killerspiele” Thema des Interviews.

Nun unterstützen Sie die Anpassungen im Waffenrecht und legen die Verantwortung der Schulung und der Sensibilisierung in die Hand der Vereine und Verbände. Leider fassen sie sich bei den “Killerspielen” wesentlich kürzer und meinen nur, dass diese “abartig und gefährlich” seien.

Ich würde mir dort einen umfangreicheren Kommentar wünschen.

Sehen sie bei Spielen nicht auch die Verantwortung bei den Eltern und den Organisationen zu sensibilisieren anstatt mit einem Verbot direkt jede Möglichkeit der Auseinandersetzung und Thematisierung wegzunehmen? Denken sie nicht, dass ein Verbot einfach ein Wegsehen der Politik und eine mangelnde Bereitschaft, sich der Diskussion zu stellen bedeutet? Und vor Allem stellt sich mir die Frage warum bei Waffen keine Diskussion in Richtung eines Verbotes geführt wird, wo doch Spiele keinesfalls zur Ausübung eines Amoklaufes benutzt werden. Sehen sie dort nicht die direktere Gefahr?

Ich verurteile Gewalt an Schulen und auch allen anderen Orten, doch ich sehe leider oft nur eine Schuldzuweisung an Computerspiele oder Ähnliches, anstatt sich den sicherlich vorhandenen sozialen Problemen der jungen Menschen zu stellen, die vermutlich einen weit größeren Einfluss auf deren Handeln haben.

Ich bitte sie, ihrer Antwort beizufügen, ob ich sie auf meinem Blog veröffentlichen darf.

Mit freundlichen Grüßen,

Tobias Fabritz


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Kommentare

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