Schule und Gaming
Wie ich auf Golem.de lesen durfte, gibt es Lehrer, die sich vor der Gegenwart nicht verstecken, sondern sie aktiv in den Unterricht einbeziehen. Christoph Brüning, Lehrer aus Nordrhein-Westfalen, spielt im Unterricht. Allerdings nicht im negativen Sinne sondern durchaus positiv und auch aktiv.
Er ist selbst in der Szene aktiv und sieht das Ganze nicht als Problem sondern als Kulturgut. Das ist doch mal ein sinnvoller Ansatz. Anstatt die Spiele zu verteufeln, offensiv mit ihnen umgehen und sie analysieren. Einfach das tun, wozu Schule eigentlich da sein sollte, Bildung eben. Bildung darf nicht da enden, wo die echte Welt beginnt. Und Spiele sind ein Teil dieser Welt.
Brüning pickte als Teil dieser Spielewelt Harry Potter 3 heraus, um daran die Umsetzung und Vernetzung klassischer Kulturmedien, wie totem Baum oder Film, mit modernen virtuellen Welten zu untersuchen. Buch- und Filmumsetzungen sind zwar oft grottige Spiele, aber ein Anfang ist damit gemacht. Es geht ja mehr um das Thema an sich, und solange nicht “Ferien auf dem Reiterhof” untersucht werden, ist alles gut.
Ich finde es mutig und richtig diesen Weg zu gehen, und so die Kultur der Spiele nicht zu verdammen sondern aktiv miteinzubeziehen. Der Weg, Spiele an allem verantwortlich zu machen, ist schlicht falsch und so kann man gegensteuern.
Klar, dass da Kollegen oft wenig begeistert waren und auf die Gewalt in Spielen pochten, die im Unterricht nun ja mal gar nichts verloren habe. Doof nur, dass in den Werken, die ich so damals behandeln durfte musste, munter gemordet, vergewaltigt und gebrandschatzt wurde, so dass so manches Game dagegen aussieht wie ein Kindergartenspiel.
Ich finde es super, dass es Lehrer gibt, die sich nicht vor der aktuellen Kultur verstecken, sondern offensiv darauf zugehen und damit umgehen. Hoffentlich macht dieses Beispiel Schule.
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