Öffentliche Kreditkarten

Man ist ja mitlerweile so einiges gewohnt auf seinen Reisen durch die Weiten des Internets. Private Saufbilder, in Erbrochenem liegende Partygänger, Bilder in seltsamer Kleidung und Sonstiges. Facebook und Konsorten bieten ein reichhaltiges Spektrum an Dingen, die Arbeitgeber und andere Personen besser nie zu sehen bekommen sollten. Doof nur, dass das mit der Privatsphäre oft nicht so ernst genommen wird.

Wen das alles aber eigentlich gar nicht so sehr stört, und wer neben seiner Geolocation schon lange mal nach wirklich privaten Informationen gesucht hat, die er doch frei und fröhlich mit der restlichen, ach so privaten und unvernetzten Welt teilen will, für den gibt es jetzt tatsächlich etwas: Blippy

Bei Blippy kann man seine Kreditkartentransaktionen der Welt zugänglich machen. Endlich mal zeigen, dass man das große Geld hat, oder es einem nicht zu peinlich ist, wo man so einkauft. Herrlich! Und anscheinend findet das tatsächlich Anklang. Blippy ist nun noch gar nicht so lange offen, und schon sind Transaktionen im Wert von über einer Million Dollar gespeichert. Toll, nicht?

Ich persönlich finde diesen Service total daneben, aber anscheinend bin ich mit der Meinung relativ allein. Der Trend geht wohl zur Zweitkreditkarte, die dann auch gleich öffentlich gemacht werden kann. Warum eigentlich die Pin nicht gleich miteintragen und dann bequem auf den Laptop im Internet schauen, wozu die Kreditkarte so missbraucht wurde.
Ich warte auf den Tag, an dem man eine Kamera ins Klo hängt, ein Gps dran schraubt und dann jeder, immer weiß, wer gerade wo aufs Töpfchen geht. Aber vermutlich gibt es das ja auch schon…

via techcrunch


Ähnliche Beiträge:

  1. Wo bin ich?
  2. Neues aus der Wortpresse
  3. Soziales Dingsbums

Kommentare