Gemetzel, Geschnetzel und sonstiger Metzgerkram
Wie vielleicht einige von euch mitbekommen haben, darf das Spiel Alien vs Predator in Australien nicht verkauft werden. Zu blutig. Das liegt daran, dass in Australien die maximale Alterseinstufung 15+ ist, und es natürlich durchaus sein kann, dass ein Spiel mit einem gewissen Grad an Gewalt für ein Publikum ab 16 nicht geeignet ist.
Jetzt weigert sich der Entwickler den Gewaltgrad für den australischen Markt anzupassen, und das wie ich finde völlig zu Recht.
Es kann doch nicht sein, dass der Konsument bevormundet wird, weil eine Regierung es nicht hinbekommt gescheite Alterseinstufungen zu machen.
Alterseinstufungen sind ohne Frage wichtig, denn Spiele sind Kunst, und diese Kunst sollte nicht verändert werden, nur weil man sie nicht dem richtigen Publikum zur Verfügung stellen darf. Und 15+ ist nunmal keine sehr genaue Einstufung.
Man kann natürlich argumentieren, warum ein Spiel so voller Blut und sonstigen Körperteilen sein muss, wenn es doch auch ohne ginge.
Ich lese aber in letzter Zeit wieder vermehrt Bücher, so richtige aus toten Bäumen, und was in denen manchmal abgeht, dagegen sind viele Games mit ihren Aliens und Monstern, die zerstückelt werden der reinste Kindergarten.
Da wartet aber niemand in seinem Kämmerchen, nur um dann bei Erscheinen rauszuhüpfen und Zensur zu rufen.
Für mich völlig unverständlich, warum bei Spielen da so ein Zirkus drum gemacht wird. Zumal der die Verkaufszahlen ja eher noch fördert, oder zumindest nicht verringern wird.
Oder denkt jemand, dass sich Modern Warfare 2 aufgrund der nervig lange diskutierten Flughafenmission, schlechter verkauft hat? Ich denke nicht, oder?
Man sollte natürlich diskutieren, ob gewisse Gewaltdarstellungen nötig sind, oder eben nicht, aber ich finde, dass Konsumenten ab einem gewissen Alter durchaus selbst in der Lage sein sollten zu entscheiden, was sie sich und ihrem zarten Gemüt zumuten können.
Im Kino läuft doch auch so Kram wie Saw.
via arstechnica
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